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Motiviert durch mehrere Reisen engagierte sich Christina Knauth-Vomhof beruflich in Kathmandu. Parallel zum Aufbau einer Physiotherapieabteilung (1999-2001) und einem privaten Ausbildungsprogramm für ein großes Lehrkrankenhaus in Kathmandu entstanden zahlreiche kleine Hilfsaktionen. Häufig ging es dabei um die Finanzierung wichtiger medizinischer Behandlungen und Operationen sowie die Versorgung mit Hilfsmitteln für bedürftige Patienten. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Schulpatenschaften für Kinder. Mit der Hilfe für den Jungen Siddhartha im Jahr 2001 wurden erstmals in größerer Öffentlichkeit Spenden gesammelt. Der damals 4-jährige Siddhartha litt an einem Tumor im Rückenmarkskanal. Dieser Tumor erstreckte sich beinahe über die gesamte Wirbelsäule und der Junge litt an Lähmungen in den Beinen und einer extremen Verkrümmung des Rückens. Eine Operation war durch Spezialisten möglich, für die Eltern jedoch unerschwinglich. Ein Krankenversicherungs-system gibt es nicht. Durch die finanzielle Hilfe aus Deutschland und die kompetente physiotherapeutische Behandlung mehrerer, durch uns vermittelter und betreuter Volontäre, konnte Siddhartha geholfen werden. Heute kann der inzwischen 14- jährige Siddhartha mit Hilfe von Gehstöcken laufen und besucht eine Schule in Kathmandu. Diese Hilfe ist für uns ein symbolischer Anfang gewesen: Zusammen mit Freunden, die sich Nepal und seinen Menschen verbunden fühlen, wurde am 1.12.02 der Verein "Siddhartha - Hilfe für Nepal e.V." gegründet. Neben der schulischen Förderung von Kindern setzte sich der Verein in den ersten Jahren auch intensiv für die Unterstützung und Entwicklung der Physiotherapie ein. Zahlreiche Physiotherapeuten arbeiteten ehrenamtlich in der neurochirurgischen Abteilung des Krankenhauses, in dem auch Siddhartha operiert wurde. Die Vermittlung und Betreuung von Volontären zur direkten Hilfe am Patienten organisierten wir bis 2006/2007. Dieses Programm war als eine „Überbrückung“ angelegt, denn gleichzeitig entstand am Dhulikhel Medical Institute / Kathmandu University ein offizielles Ausbildungsprogramm. 2006 waren die ersten Therapeuten ausgebildet und begannen mit ihre Arbeit in diversen Kliniken. Seitdem hat sich die Lage der Physiotherapie deutlich verbessert. Im Sommer 2010 konnte der erste Bachelorkurs beginnen. Durch den erneuten Aufenthalt von Christina Knauth-Vomhof im Jahr 2003/2004 als Lehrerin des Physiotherapiekurses konnten weitere Projekte der Siddhartha – Hilfe für Nepal auf den Weg gebracht werden. Auf der Suche nach Förderung für einen kleinen zerebralparetischen Jungen entstand schon 1999 der Kontakt zur „Self-Help-Group for Cerebral Palsy (SGCP)“. Durch die Unterstützung der Organisation durch Sabine Dreemann (Gründungsmitglied und ehem. 2. Vorsitzende) als Kindertherapeutin, entwickelte sich unser derzeitiges Engagement. Sabine Dreemann war mehrere Jahre in Nepal tätig – zuerst in der SGCP, später ebenfalls als Lehrerin des Physiotherapiekurses. 2001 / 2002 konnten wir kurzfristig ein kleines Blindenprojekt (Schule und Werkstatt) in Taplejung (Nordostnepal) unterstützen. Aufgrund des maoistischen Bürgerkrieges konnte dieses Projekt nicht weitergeführt werden. Unser heutiges „Kernprojekt“, das Kinderhaus in Dhulikhel, entstand im Januar 2005. Durch das gemeinsame Engagement von Sharmila Shrestha (Dozentin für Krankenpflege am Dhulikhel Medical Institute), Prof. Dr. Thorsten Knauth und Christina Knauth-Vomhof (damals Lehrerin für Physiotherapie am Dhulikhel Medical Institute) konnten seit 2003 mehrere Kinder eine Förderung für die Schule in Form von Patenschaften bekommen. Als die Suche nach einem Internat für besonders notleidende Kinder erfolglos blieb, entschlossen wir uns, selber aktiv zu werden: die erste kleine Wohngruppe wurde eröffnet. Heute leben im Kinderhaus Dhulikhel 25 Kinder in 2 Wohngruppen, weitere Kinder werden in Form von Schulpatenschaften betreut. Unsere Projekte haben alle persönliche Begegnungen und Erfahrungen als Ausgangspunkt. Alle Projekte werden vor Ort von zuverlässigen und engagierten Partnern geleitet. Unsere Partner sind uns seit vielen Jahren bekannt und genießen unser absolutes Vertrauen. Durch regelmäßige Projektbesuche bleiben wir eng mit der Entwicklung vor Ort verbunden!
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